LED-Lichttherapie

Die LED-Lichttherapie sorgt für einen Ausgleich des Stoffwechsels, eine Verringerung von Entzündungsreaktionen, eine Erhöhung der NO-Gas-Produktion und eine vermehrte Ausschüttung des Proteins Cytochrome C, welches bei der Energiegewinnung (ATP-Produktion) eine wichtige Rolle spielt. Die Nanophotonen LED-Lichttherapie des Luxxamed wurde durch eine labortechnische Studie des Fraunhofer-Instituts überprüft. In dieser Untersuchung wurde nachgewiesen, dass die intrazelluläre ATP-Produktion deutlich erhöht wird. Ebenso überzeugte das LED-Licht in ihrer Einflussnahme auf den Zellzyklus, hierbei im Speziellen auf die Zellregeneration, Zellteilung und Zellvitalität.
LED-Lichttherapie

Die Einsatzbereiche der Nanophotonentherapie sind sehr weitreichend:

– Schmerztherapie
– Triggertherapi
– Akupunktur
– Muskelbehandlung
– Narbenbehandlung

Durch die spezielle Formung der Lichtapplikatoren kann die Anwendung mit der LED-Therpie manuell vom Anwender (Arzt,Therapeut) oder durch eine Fixierung auf der Haut des Patienten erfolgen. Hiermit ist gewährleistet, dass sowohl ein vollautomatischer Ablauf der Therapie als auch die individuelle Anwendung möglich ist.

 

Sicherheit der LED-Lichtherapie

Die Richtlinie für Medizinprodukte (RL 93/42/EWG) fordert von Medizinprodukteherstellern, dass diese ihre Geräte entsprechenden Forderungen prüfen und bewerten. Medizinprodukte die über eine Lichtquelle verfügen, müssen unter Anderem nach der EN 60601-2-57 (Beurteilung der photobiologsichen Sicherheit) geprüft und bewertet werden, sonst dürfen diese in der Therapie nich zum Einsatz kommen. Die Forderung besagt, dass bei der Verwendung von LED-Licht im Rahmen einer medizinischen Anwendung die Sicherheit unter Anderem in Bezug auf die Intensität bzw. Lichtstärke überprüft werden muss.

Die Luxxamed-Geräte arbeiten mit verschiedenen Wellängen (Farben) die im Folgen auf ihre klinische Wirkung bewertet worden sind:

Wirkung von blauem und rotem LED-Licht

LED-LichttherapieIm Rahmen der Forschungsaktivitäten zur gesundheitsfördernden Wirkung von Licht wurde festgestellt, dass blaues LED-Licht körpereigene, biochemische Prozesse in Gang setzt. Diese Effekte lassen sich wirksam in der Schmerztherapie nutzen. Entscheidend und neu in der therapeutischen Anwendung von blauen LED Licht sind biochemische Prozesse rund um das Molekül Stickstoffmonoxid (NO), dessen Freisetzung durch die Bestrahlung angeregt wird. So bewirkte blaues LED-Licht nachweislich die Produktion von NO bis in die tieferen Hautregionen. (Opländer et al., 2010) Das freigesetzte NO löste die im Folgenden vereinfacht dargestellten biologischen Effekte im Körper aus: zunächst verbessert NO die Durchblutung und als Folge dessen die Versorgung des Muskels mit Sauerstoff und Nährstoffen. Zusätzlich wird der Abtransport schmerzverursachender Substanzen gefördert. Diese Prozesse führen zu einer wohltuenden Entspannung der Muskulatur. Gleichzeitig wirkt NO direkt an den Nerven enden unvermindert dort die Schmerzweiterleitung. Neben den schmerzlindernden Wirkungen werden NO auch schützende Eigenschaften zugeschrieben. Es gilt als antioxidativ, Zell schützend und entzündungshemmend. Durch NO werden Muskeln und Nerven Vorschäden-auch im Sinne einer Prophylaxe-geschützt. Das Molekül NO ‚Stickstoffmonoxid’ wurde von drei Amerikanern, Robert F. Furchgot, Ferid Murad und Louis Ignarro entdeckt, wofür die drei Wissenschaftler den Medizin-Nobelpreis erhielten. Den Forschern gelang es, die Bedeutung von NO für die Blutversorgung von Organen und dessen Rolle als Botenstoff im Organismus nachzuweisen. (Angele, 2008)

Karutz beschreibt die Wirkung von blauen LED als auch von roten LED. Die Effekte der Erholung der Mitochondrien bei der Bestrahlung mit blauem LED waren höher als bei der Bestrahlung mit rotem LED (Seite 2 der Studie: Resultate) auf Seite 3 unter Fig.1 die Deutlichkeit in einem Diagramm dargestellt. Ebenfalls auch die Bestrahlung mit roten LED brachte diesen Effekt jedoch nicht in dem Ausmaße wie blaues LED. (Wetzel & Karutz, 2013) Die Arbeit von Karutz wurden mit dem Luxxamed HD1000 durchgeführt und sind damit elementare Grundlage für die Entwicklung der LED-Lichttherapie im HD2000.

“The continuous production and release of endothelial nitric oxide (NO) plays an important role in vascular homeostasis by regulating blood vessel tone and inhibiting smooth muscle cell proliferation, blood cell adhesion, and lipid oxidation […] The recovery was drastically accelerated by illumination of mitochondria with blue light resulting in immediate and total recovery of mitochondrial respiratory function (Fig. 1A). Green (530 nm) and red (629 nm) light sources were less efficient. (Dungel et al., 2008)”

Einer der hauptsächlichen Einsatzbereiche der LED Lichttherapien liegt im Bereich der Schmerztherapie. Da sowohl bei akuten als auch chronischen Schmerzen entzündliche Prozesse vorhanden sind, wurden zwei Entzündungsmediatoren aus der Familie der Zytokine durch das Fraunhofer-Institut beobachtet.

Bei jeder Art von Gewebeverletzung oder Reizung setzt eine Entzündungsreaktion des Körpers ein – ganz gleich, an welchem Ort sie auftritt. Auf eine Verletzung oder Reizung der inneren Organe reagiert der Körper ebenso mit einer Entzündung wie auf eine Schädigung der Gelenke oder der Äußeren Haut. Der mit einer Entzündung einhergehende Schmerz kann einerseits durch eine direkte Verletzung der Nervenzellen verursacht werden. Andererseits schmerzt es schon allein, wenn die entstandene Schwellung auf naheliegende Nerven drückt. Die Hauptursache für die Schmerzentstehung bei Entzündungen ist jedoch die Ausschüttung von bestimmten Schmerz-Botenstoffen. Sie werden von Immunzellen ausgeschüttet und heißen Prostaglandine, Histamin, Bradykinin etc. Eine sekundär chronische Entzündung entsteht demnach, wenn die heilenden Entzündungsprozesse zu schwach oder aus anderen Gründen erfolglos verlaufen und somit ineffizient sind.

In diesem Stadium werden nun zwar die Entzündungssymptome schwächer – inklusive der Schmerzen. Doch bleibt die Entzündung bestehen, ohne je ganz auszuheilen. (Müller, 2013; Nürnberger, Hasse, & Pommer, 2010)

Ansätze der biochemischen Wirkung bei LED-Licht sind bereits durch vielseitige Forschungen an der Low Level Lasertherapie aufgedeckt worden. Dabei handelt es sich wie bie der Nanophotonen LED-Lichttherapie um eine alternativmedizinische Therapie zur Schmerzreduktion, Behandlung von Wunden und Entzündungen. Generell wird Licht von Gewebe der menschlichen Haut absorbiert, reflektiert und gestreut. Dabei werden, abhängig von der Wellenlänge, Frequenz, Intensität, Koheränz und Zeit lichtabsorbierende Einheiten innerhalb der Mitochondrien und der Zellmembran angeregt. (Barolet, 2008; Wetzel & Karutz, 2013)


Licht wo und wie es das Gewebe braucht!

HD2000PlusIn verschiedenen Studien mit dem Fraunhofer-Institut haben wir die Wirkung der LED-Lichttherapie des Luxxamed HD1000, HD2000 und HD3000 nachgewiesen. Dabei stellte sich jedoch die Frage in wie weit können wir diese Methode, die speziell bei myofaszialen Triggerpunkten und Entzündungen so gut funktioniert, noch weiter verbessern um Manualtherapeuten  und Osteopathen zugleich einen echten Mehrwert bieten zu können.

Wussten Sie eigentlich, dass das LED-Licht des Luxxamed Entzündungsparameter in nur 20 Minuten um bis zu 22 % verringern kann?

Viele unserer Kunden nutzen täglich die LED-Therapie und können sich diese aus der Praxis nicht mehr wegdenken. Jetzt ist es uns gelungen noch einen Schritt weiterzugehen. Die neue Multi-LED-Technologie des HD2000+ erweitert das Spektrum im wahrsten Sinne des Wortes. Die RGB-LEDs des neuen Luxxamed liefern ein konstantes Dauerlicht in den bekannten Farben Blau und Rot und nun auch in Grün!


Literaturverzeichnis

Adamskaya, N., Dungel, P., Mittermayr, R., Hartinger, J., Feichtinger, G., Wassermann, K., … van Griesven, M. (2010). Light therapy by blue LED improves wound healing in an excision model in rats. Injury, Int. J. Care  Injured, (42), 917–921.

Angele, C. (2008, October 14). Der Nobelpreis für NO [Informationsseite]. Retrieved April 10, 2017, from http://www.medizin-netz.de/wissenswertes/stickstoffmonoxid-no-ein-kleines-molekuel-mit-grosser-wirkung/

Barolet, D. (2008). Light-Emittin Diodes (LED) in Dermatology. Seminars in Cutaneous Medicine and Surgery, (27), 227–238.

Dungel, P., Mittermayr, R., Haindl, S., Osipov, A., Wagner, C., Redl, H., & Kozlov, A. (2008). Illumination with blue light reactivates respiratory activity of mitochondria inhibited by nitric oxide, but not by glycerol trinitrate. Elsevier, (471), 109–115.

Müller, M. (2013). Chirurgie: für Studium und Praxis (12th ed.). Medizinische Vlgs- u. Inform.-Dienste.

Wetzel, C., & Karutz, A. (2013, June 3). Ermittlung des Einusses der Nanophotonentechnologie auf invitro Zellkulturen (Master-Thesis). Internationale Hochschule Zittau, Zittau.

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